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9. Castle Rock Festival 

05.07.2008 - Schloß Broich - Mülheim an der Ruhr




Mit Rozencrantz hat sich dieses Festival eine Band auf den Programmzettel geschrieben, auf die bisher nur wenige Veranstalter ein Auge geworfen haben. Und das zu unrecht, wie sich auf dem Schloß Broich herausstellen sollte. Der Zuschauerbereich war bereits um 13h sehr akzeptabel gefüllt und die Menge ging voll in der rockigen Stimmung, die Rozencrantz verbreiteten auf. Für eine Vorband sehr ungewöhlich war auch die professionelle Show mit Wind- und Pyroeffekten. Eine Band, die noch Hunger hat - keine Frage, Rozencrantz wird man in der Zukunft noch auf vielen Bühnen sehen!
 
Gefolgt wurden Rozencrantz vom Diablo Swing Orchestra, die den Weg von Schweden in den Ruhrpott gefunden hatten. Harte Töne eines E-Cellos ertönen, und schon fühlt man sich an die Letzte Instanz erinnert. Das ändert sich bald, denn der höchtönige Gesang von Annluice Loeglund gibt der Musik eine ganz eigene Note.
 
Der Auftritt von Staubkind, das Soloprojekt von Louis Manke, seines Zeichens Mitglied von Teminal Choice wurde von vielen Fans schon heiß erwartet. So ließ man auch nicht sehr lange auf sich warten und erfüllte die Erwartungen voll und ganz.
Jesus on Extasy als Ruhrpott-Lokalmatadoren gaben sich wieder einmal die Ehre eine Festivalbühne zu betreten. Leider nicht neues gibt es von der Show dieser Band zu berichten, die live einfach keine neuen Impulse lostreten kann. Den Fans war es egal, allerdings wurden auch schon mehr Leute mit JOE T-Shirts gesichtet.
 
Richtig zu begeistern wussten die Jungs und das Mädel von Crematory. Mehr als 15 Jahre Bandgeschichte liegen hinter Deutschland's erfolgreichster Metal-Band, aber sie haben nichts an Energie einbüßen müssen. Mit einem gehörigen Schuß Originalität, einer Menge Spielfreude und einer wirklich ansehnlichen Bühnenshow waren Crematory bei diesem Festival was den Sektor „Metal“ angeht mit Sicherheit die beste Band! Unheilig – Was muss man noch dazu sagen?
 
Der Graf kam, sah und siegte. Sein Siegeszug scheint keine Grenzen zu kennen. Rückschläge werden radikal in Vorteile verwandelt. Unheilig war die Band, die auf die größte Fanbase auf diesem Festival blicken durfte, und die Augen der Fans schauten glücklich zur Bühne herauf um Ihrem Helden ein „Danke“ herüber zu schießen.
 
Die altgedienten Metaller von Atrocity hingegen stehen einfach auf der Stelle. Mit Werk 80 II haben sie sich sicher keinen Gefallen getan und scheinen nun endgültig die Rolle der Coverband akzeptiert zu haben. Schade eigentlich, das es so enden muss. Ein Jahrzehnt Werk 80 Show ist definitiv genug, da helfen auch keine – zugegebenermaßen guten- Pyro- und Lichtorgien!
 
Alles in allem ist das Castle Rock ein uneingeschränkt empfehlenswertes Festival in einem wunderschönen Rahmen. Wir freuen uns schon auf die 10. Ausgabe im kommenden Jahr.

 

Autor: Ines Grabauer


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