Otto Schily gehört wohl zu den, von der Union, am wenigsten gescholtenen Politikern der derzeitigen Bundesregierung. Was vielleicht auch daran liegt, dass sich die Ansichten unseres Innenministers sehr mit denen der CDU/CSU ähneln. Vor allem wenn es darum geht unser Leben vor terroristischen Anschlägen zu sichern. So sagt Schily selbst über sich, dass sein Name für Recht und Ordnung stehe. Nur was er meist verschweigt, er ist es auch der meint er müsse Recht und Ordnung für einen ganzen Staat definieren. Für mich ist es nur sehr schwer verständlich, dass ein früheres Parteimitglied der Grünen (ich dachte diese Partei kämpft für Freiheit), heute ein Land unter Generalverdacht stellt. Wie sonst sind Forderungen nach dem biometrischen Fingerabdruck, eine Verschärfung des Einwanderungsgesetzes oder ähnliche Gehirngespinste unseres Staatssicherheitschefs Otto Schily zu erklären? Nimmt man nur einmal den Fall des Kalifen Kaplan aus Köln: Schily bemühte sich den guten Herren so schnell wie möglich in die Türkei abzuschieben. So sieht es die schilysche Taktik der islamistischen Terrorabwehr vor. Nur sollte man unseren Innenminister einmal fragen, ob somit verhindert sei, dass sich vielleicht weitere Flugzeuge irgendwo hin verirren, wo sie eigentlich nicht hingehören? Der islamistische Terror ist überall in Deutschland zu finden!
Und wer weiß vielleicht denkt man ja auch gerade im Innenministerium, wie es andere Politiker tun, über eine europäische Islamisten-Datei nach? Im Kampf gegen den weltumfassenden Terrorismus und andere Gefahren wäre diese sicherlich behilflich. Vielleicht wüssten wir dann auch, dass Sexualstraftäter meist nicht aus abendländischen Ländern kommen. Sondern diese wohl eher ein hauseigenes Problem Deutschlands sind.
Ganz besonders freut es mich immer, dass unser Innenminister auch für den Sport im Land zuständig ist. So auch für die Fußballweltmeisterschaft 2006 in Deutschland. Ich bin ja kein Experte, aber ich frage mich manchmal, ob jemals zuvor schon während einer Welt-meisterschaft verschärfte Passkontrollen an einer Staatsgrenze durchgeführt wurden?
Und das nur um Hooligans gleich beim Versuch der Einreise wieder ausweisen zu können.
Wenigstens sparen diese dann die 1,50 EUR für ein Liter Benzin, die andere Fans im zuschauerfreundlichen Deutschland zu zahlen haben. Weitere Vergünstigungen für Hooligans im Jahre 2006 sind denkbar. So brauchen die Schlägertrupps aller Länder die vielleicht dann fällige PKW Maut nicht zahlen. Sollte sich ein potentieller Störer doch einmal während der Weltmeisterschaft nach Deutschland verirren, so besteht dank unseres Innenministers die Möglichkeit, Hooligans bereits im Vorfeld des Spiels in Sicherheitsgewahrsam zu nehmen.
Nur ist es legitim jemanden auszuweisen oder gefangen zu nehmen, weil er vielleicht ein Gewalttäter sein könnte oder einmal war? Übrigens sollte jemand aus dem Ausland diese Kolumne lesen, hier ein Tipp (ganz besonders für Anreisende aus der Niederlande): Gebt euch an der Grenze als Fans der Deutschen Nationalmannschaft aus! Wer weiß schon wen unserer Grenzkontrolleure nicht alles nach Hause schicken, wenn sie einmal schlecht Laune haben sollten. Angst habe ich nur noch davor, dass unser Sicherheitspersonal aus Versehen vielleicht die Nationalmannschaft des Irans oder anderer islamistischer Länder nach Hause schickt. Ich glaube ich werde unserem Innenminister diese Kolumne einmal zu schicken. Mein Sicherheitspaket würde sicherlich auf offene Ohren im Innenministerium stoßen. Da ich pünktlich zur Weltmeisterschaft im eigenen Land die Bartrasterfahndung einführen würde.
Hier müsste sich dann Jeder der sich in einer Stadt während eines WM-Spiels befindet, bei der Polizei melden, um seine Bartlänge messen zu lassen. Alle diejenigen Besucher, die, die maximal zugelassene Länge von 10 Zentimeter überschreiten, würden dann für die Zeit der Weltmeisterschaft in Auffanglager untergebracht. Neue Lager müsste man dafür sicherlich nicht errichten. Dafür gibt es noch genug funktionierende aus unserer deutschen Vergangenheit. So würde man den islamistischen Terror sowie andere Gefahren kostengünstig abwehren können. Seinem Slogan „Die Welt zu Gast bei Freunden“ aber treu bleiben. Na dann, ich freu mich schon heute auf eine der weltoffensten Sportveranstaltungen in Deutschland.
Hoffentlich findet man genau so viele Freunde wie bei den Olympischen Sommerspielen im Jahre 1936!

